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Published on September 26th, 2013 | by Sonja

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Vulkanische Schönheiten des atlantischen Ozeans

Keine andere Insel des kanarischen Archipels konnte sich ihren ursprünglichen vulkanischen Charakter so bewahren wie Lanzarote. Vom Massentourismus bisher weitgehend verschont, beeindruckt die nordöstlichste der kanarischen Inseln Besucher mit ihrer durch Naturgewalten geformten Schönheit.
Vulkanismus bis heute präsent

Rund drei Viertel der Fläche Lanzarotes sind mit Lava bedeckt. Vor rund 36 Millionen Jahren entstand die Insel durch unterseeische Vulkanausbrüche aus einem sogenannten Hotspot an einer Kontinentalplattendrift. Der Vulkanismus gab Lanzarote seine Form. Immer wieder wurden Phasen intensiver vulkanischer Aktivität durch ruhigere Perioden unterbrochen. Das Famara-Gebirgsmassiv im Norden mit seiner eindrucksvollen Steilküste, die Gebirgskette Los Ajaches und ein Teil der Rubicon-Ebene gehören zu den ältesten Teilen. Die jüngsten Aktivitäten des Vulkanismus im 18. Jahrhundert prägten das Gebiet des Timanfaya-Nationalparks im Südwesten der Insel. Auch heute noch finden sich hier ungewöhnlich hohe Erdtemperaturen, ein Zeichen dafür, dass die vulkanische Aktivität nicht erloschen ist. Wer sich auf Lanzarote bewegt, fühlt sich teilweise an eine Mondlandschaft erinnert – ein Sightseeing von eigenartigem und besonderem Reiz.

Kochlöcher und Lavatunnel

Der Vulkanismus bietet Besuchern einige interessante Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören die sogenannten Kochlöcher an der südwestlichen Felsenküste Los Hervideros. Sie wurden aus dem Zusammenspiel von ins Meer strömender Lava und der ungestümen Meeresbrandung geformt. Das Wasser scheint hier oft zu ‘kochen’, daher der Name. Spektakulär sind auch die Lavatunnel im Umfeld der Montana Corona. Die Lavaröhren sind Überbleibsel von unterirdischen Lavaflüssen, besonders gerne besucht werden die Cueva de los Verdes und die von dem bekanntesten Künstler Lanzarotes, César Manrique, gestalteten Jameos del Agua. Neben dem Vulkanismus hat das ausgesprochen trockene Klima Flora und Fauna der Insel geprägt. Kargheit ist ein Kennzeichen Lanzarotes. Nur gegen Trockenheit resistente Pflanzen, die auch eine hohe Salztoleranz aufweisen, gedeihen hier. Salzpflanzen findet man daher in großer Vielfalt auf der Insel, darunter auch einige endemische Arten, die nur hier vorkommen. Für den Weinanbau hat sich auf Lanzarote eine ganz besondere Technik unter Einsatz von Vulkanasche entwickelt. Die traditionelle Weinanbaumethode ist vor allem im Gebiet La Geria zu besichtigen.

Ein Labor der Natur

Kaum ein Besucher Lanzarotes kann sich der Wirkung der Vulkanlandschaft entziehen. Wer auf Lanzarote Urlaub macht, fühlt sich wie in einem Experimentierfeld der Natur an einem noch ursprünglichen Ort. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch HIER.


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