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Published on September 5th, 2012 | by Sonja

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Jede Insel ist einzigartig

Lange Zeit waren die Kanaren wohl eines beliebtesten Reiseziele der Deutschen schlechthin – kein Wunder, dass jeder bestimmte Vorstellungen hat, wenn von dieser Inselgruppe im atlantischen Ozean gesprochen wird. Doch diese Vorstellungen können sehr täuschen – zumindest wenn man nur an die üblichen Verdächtigen – also Teneriffa, Fuerteventura oder Gran Canaria denkt und nicht an so einzigartige Reiseziele wie beispielsweise die nordöstliche der kanarischen Inseln Lanzarote

Um es vorweg zu sagen: Lanzarote bietet nicht dieselbe üppige Vegetation, die man auf Gran Canaria oder Fuerteventura findet und auch nicht so viele Sandstrände – böse Zungen behaupten sogar, verglichen mit den Nachbarinseln sei Lanzarote eine Geröllwüste. Diesen Lästerern kann man entgegenhalten: Ja, aber was für eine sehenswerte und wunderschöne Geröllwüste! Nicht ohne Grund erklärte die UNESCO 1993 Lanzarote als erste vollständige Insel zum Biosphärenreservat, denn die Insel ist nicht nur aufgrund der Flora und Fauna schützenswert, sondern bietet mit ihren schroffen Felsen und der schwarzen Vulkanasche auch eine wirklich einzigartige Landschaft. Zu den Orten die man als Tourist auf Lanzarote unbedingt gesehen haben sollte, gehören u. a. El Golfo, die grüne Lagune des teilweise im Ozean versunkenen Vulkankraters Montaña de Golfo, der Nationalpark Timanfaya, in dem man Geysire beobachten und sogar in den sogenannten Kochlöchern mittels der unterirdischen Hitze der Vulkane grillen kann, sowie die zum Baden einladenden Papagayo-Strände im Süden der Insel.

<p>Übrigens: Auch die Landwirtschaft auf Lanzarote kann durchaus zu den Sehenswürdigkeiten der Insel gerechnet werden, denn um in dem niederschlagsarmen Klima überhaupt Nahrung anzubauen, mussten sich die Einwohner schon etwas besonderes ausdenken: Im Weinanbaugebiet La Geria, das in den 60er Jahren vom New Yorker Museum of Modern Art zum Gesamtkunstwerk erklärt wurde, werden beispielsweise für jede Pflanze trichterförmige Vertiefung gegraben, in welcher die Setzlinge in einer ca. 15 cm tiefen Lapillischicht (schwarze Vulkanasche) gedeihen, die tagsüber Wärme abgibt und Nachts der Luft Feuchtigkeit entzieht. Allein diese Tatsache legt Nahe, dass die Bewohner von Lanzarote – trotz der kargen Vegetation – durchaus etwas von gutem Essen verstehen. Natürlich: Pizza gibt es überall und als Tourist muss man nicht lange suchen, um all die wohlbekannten Speisen zu finden, die man ohnehin so häufig isst, aber auch die kanarische Küche lohnt sich: Typische Gerichte bestehen z. B. aus allen möglichen Arten Fisch, aus Gofio einem Mehl aus gerösteten Gerstenkörnern, aus Kartoffeln, die im salzigen Meerwasser gekocht und mit einer pikanten Soße Mojos serviert werden. Wer weiß, vielleicht kommen Sie im Urlaub ja sogar so sehr auf den Geschmack, dass Sie auch danach gerne noch einmal kanarisch essen gehen wollen.


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